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Sonnenberg-Kreis e.V. stellt sich im Insolvenzverfahren neu auf

 
▪ Trägerverein der Bildungs- und Begegnungsstätte Internationales Haus Sonnenberg – Veranstaltungen, Seminare und Übernachtungen sind weiterhin möglich
▪ Kristin Winter von Schultze & Braun zur vorläufigen Insolvenzverwalterin des eingetragenen Vereins bestellt – Prüfung der wirtschaftlichen Situation und der Sanierungsoptionen
▪ Auch Einstieg eines Investors als Option für eine Zukunftsperspektive – Gute Chancen für nachhaltige Fortführung des traditionsreichen Vereins und der Bildungs- und Begegnungsstätte
 
Der Sonnenberg-Kreis (SK) Gesellschaft zur Förderung internationaler Zusammenarbeit e.V., der Trägerverein der Bildungs- und Begegnungsstätte Internationales Haus Sonnenberg, stellt sich neu auf und nutzt dafür die Instrumente der Insolvenzordnung. Die Wirtschaftsjuristin Kristin Winter vom Braunschweiger Standort der bundesweit vertretenen Kanzlei Schultze & Braun begleitet das Verfahren und die Neuaufstellung als vorläufige Insolvenzverwalterin. Sie hat bereits mit dem Vorstand sowie dem Geschäftsführer, Tilman Zschiesche und den 22 Mitarbeitenden die aktuelle Situation und die weiteren Maßnahmen besprochen. Erste Schritte zur Liquiditätssicherung für die Fortsetzung der Tätigkeit des traditionsreichen Vereins wurden bereits umgesetzt.
 
„Wir prüfen nun die wirtschaftliche Situation des Vereins und die Sanierungsoptionen. Wichtig ist: Veranstaltungen, Seminare und Übernachtungen sind weiterhin möglich und ausdrücklich erwünscht“, sagen Winter und Zschiesche. Das Leistungsangebot steht den Gästen im gewohnten Umfang zur Verfügung.
Der Sonnenberg-Kreis e.V. geht auf ein Treffen von dänischen und deutschen Pädagoginnen und Pädagogen vor 75 Jahren auf dem Sonnenberg zurück, in dessen Fokus eine internationale Versöhnung stand – und das nur vier Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. „Das Ziel des Sonnenbergs ist es seither, sich mit seiner Arbeit für Frieden und Demokratie einzusetzen“, berichtet Zschiesche. „Zusammen wollen und werden wir alles tun, was möglich ist, damit der Sonnenberg-Kreis dieses Ziel auch künftig verfolgen und sich weiterhin für Demokratie, Toleranz, soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und internationale Begegnung einsetzen kann“, ergänzt Winter. In der Bildungs- und Begegnungsstätte Internationales Haus Sonnenberg sind Erwachsenentagungen und Bildungsurlaube, Kooperationsveranstaltungen, Jugendseminare sowie Aufenthalte von Freizeit- und Familiengruppen möglich.
 
Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden gesichert
Die Mitarbeitenden sind über die aktuelle Situation und die nächsten Schritte informiert, und ihre Löhne und Gehälter sind bis Ende Mai über das sogenannte Insolvenzgeld gesichert. „Diesen Liquiditätseffekt können wir für die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und die die Neuaufstellung des Vereins nutzen. Die Mitarbeitenden haben uns signalisiert, dass sie gerade in dieser herausfordernden Zeit weiter mit vollem Einsatz bei ihrer täglichen Arbeit dabei sein werden“, sagen Winter und Zschiesche. „Das ist keine Selbstverständlichkeit, und für diesen Einsatz wollen wir uns bereits jetzt herzlich bei ihnen bedanken.“
In enger Abstimmung mit dem Vereinsvorstand werden Winter und Zschiesche verschiedene Sanierungsoptionen eingehend prüfen. „Unser Ziel ist auf jeden Fall die nachhaltige Fortführung des Vereins und damit auch die Arbeitsplätze zu erhalten. Maßgeblich wird der Erfolg aber auch von den laufenden Gesprächen mit den Kooperationspartnern und den Fördereinrichtungen abhängen.“
 
Am Angebot des Internationalen Haus Sonnenberg soll sich nichts ändern
Ab Juni soll der Verein bestensfalls so aufgestellt sein, dass die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden wieder aus dem laufenden Betrieb der Bildungs- und Begegnungsstätte und den Mitteln der Kooperationspartner und der Fördereinrichtungen bezahlt werden können. Am Angebot des Internationalen Haus Sonnenberg soll sich nichts ändern. „Sich für Frieden und Demokratie einzusetzen war wohl selten so wichtig wie heute“, betont Zschiesche. „Damit wird die enorme Bedeutung, die dem Verein und der Bildungs- und Begegnungsstätte mit ihren Mitarbeitenden heute wie vor 75 Jahren zukommt, deutlich“, so die vorläufige Insolvenzverwalterin. Winter und Zschiesche hoffen, die Kooperationspartner und die Fördereinrichtungen von der Notwendigkeit einer kostendeckender Unterstützung überzeugen zu können, um den Verein wieder auf wirtschaftlich solide Füße stellen zu können. Dazu werden sie in den kommenden Woche Gespräche mit den beteiligten Institutionen führen.
 
Nachwirkungen der Corona-Pandemie und Preissteigerungen
In die finanzielle Schieflage ist der Verein ist unter anderem durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die Preissteigerungen bei Energie und Materialien wie zum Beispiel Lebensmitteln geraten. „Während der Pandemie waren wir in unserer Tätigkeit stark eingeschränkt, wodurch die Einnahmen gerade aus Veranstaltungen, Seminaren und Übernachtungen über mehrere Jahre hinweg hinter der Planung zurückblieben und der Verein seine finanziellen Reserven aufgebraucht hat“, sagt Vereins-Geschäftsführer Zschiesche. Seit der Verein nach dem Ende der Pandemie seine Tätigkeit wieder vollumfänglich aufnehmen konnte, haben die inflationsbedingten Kostensteigerungen bei gleichbleibenden Einnahmen zu einer Liquiditätslücke geführt, die der Verein aus eigener Kraft nun nicht mehr schließen konnte. Die Neuaufstellung des Vereins soll in den nächsten Wochen geprüft und mit den Beteiligten besprochen werden. „Die Zeit des vorläufigen Verfahrens wollen wir nutzen, um mit der Unterstützung von Frau Winter und ihrem Team die Maßnahmen fortzuführen, die wir bereits initiiert haben und sie zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Wir sind zuversichtlich, dass uns das gelingt, wir unseren Verein auf dem jetzt eingeschlagenen Weg für die Zukunft neu aufstellen und wir im Juni wie geplant unser 75-jähriges Jubiläum feiern können“, sagt Vereins-Geschäftsführer Zschiesche.
 
Über den Sonnenberg-Kreis (SK) Gesellschaft zur Förderung internationaler Zusammenarbeit e.V.:

Der Sonnenberg-Kreis e.V. – Gesellschaft zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit ist der Trägerverein der Bildungs- und Begegnungsstätte Internationales Haus Sonnenberg. Der Sonnenberg-Kreis e.V. geht auf ein Treffen von dänischen und deutschen Pädagoginnen und Pädagogen vor 75 Jahren auf dem Sonnenberg zurück, in dessen Fokus eine internationale Versöhnung stand – und das nur vier Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. Das Ziel des Sonnenbergs ist es seither, sich mit seiner Arbeit für Frieden und Demokratie einzusetzen In der Bildungs- und Begegnungsstätte Internationales Haus Sonnenberg sind Erwachsenentagungen und Bildungsurlaube, Kooperationsveranstaltungen, Jugendseminare sowie Aufenthalte von Freizeit-und Familiengruppen möglich.

 

Pressekontakt:

Pressesprecher: Matthias Braun
Mail: MBraun@schultze-braun.de
Telefon: 0151 / 50766762
Pressemitteilung unter: www.schultze-braun.de/newsroom